Elektro-Mobilität: Ein Volk lässt sich veräppeln

Zentrale Energieerzeugung statt dezentralisierter Treibstoffversorgung: E-Autos (Foto: Pixbay)

Einmal alle praktischen Einwände gegen den Elektromobilitäts-Wahnsinn außen vor gelassen, wie z.B. den, daß es den ganzen Strom für eine massenhafte E-Mobilität gar nicht gibt und daß allein die Produktion einer Batterie für E-Autos mehr Schadstoffe verursacht, als ein durchschnittliches Auto mit Verbrennungsmotor in acht Jahren Nutzungsdauer ausstößt.

Max Erdinger

Ein wesentlicher Aspekt wurde bisher völlig außer acht gelassen. Mit dem Tankstellennetz für herkömmliche Autos haben wir eine dezentralisierte Energieversorgung mit Treibstoff. Gibt es an einer Tankstelle eine bestimmte Spritsorte nicht mehr, was selten vorkommt, fahren wir halt zur nächsten. Irgendwer hat immer den richtigen Sprit auf seinem Grundstück gebunkert.

Mit Elektroautos sieht die Sache schon ganz anders aus. Wer einem elektromobilisierten Volk flächendeckend die Bewegungsfreiheit entziehen will – etwa im Falle eines Volksaufstandes gegen die Regierung – , der legt einfach die Stromversorgung lahm. Leide ich an Verfolgungswahn? – Eher nicht. Keines der Argumente, die bisher für die Elektromobilität angeführt worden sind, ist tatsächlich stichhaltig. Circa 50 Mio. deutsche Fahrzeuge, die bereits ziemlich sauber sind, werden am Weltklima nichts ändern, wenn sie noch „sauberer“ werden, zumal sie nur in den Medien sauberer werden, in der Realität allerdings nicht. Der Ausstoß von Kohlendioxid durch deutsche Autos ist auch unabhängig von jedweder Medienberichterstattung keinesfalls eine der größeren Gefahren für Gesundheit und Leben der Deutschen. Da gibt es wirklich größere: Den sogenannten „dummen Zufall“ zum Beispiel, der mit keiner gesetzlichen Regelung jemals in den Griff zu bekommen sein wird, oder die real stattfindende Islamisierung des Landes.

Weil nun keines der Argumente, die bisher für die Einführung der flächendeckeden Elektromobilität angeführt worden sind, tatsächlich sticht, muß es für den Hype um das E-Auto andere Gründe geben. Die Zentralisierung der Energieversorgung wäre ein nachvollziehbares. Wer den Stromfluß kontrolliert, hat in einem Land wie unserem die absolute Macht. Der vielgepriesene gesellschaftliche Diskurs hängt nach seiner Abwanderung ins Internet bereits am Strom und könnte deshalb ziemlich einfach unterbunden werden, wenn staatlicherseits radikale Schritte für notwendig erachtet werden würden, etwa, weil die Sperrung einzelner Kommunikationsplattformen angesichts der Ausweichmöglichkeiten nicht mehr effektiv genug wäre.

Sich am Hype um die E-Mobilität zu beteiligen, bedeutet, eine wichtige Lektion nicht gelernt zu haben. Wer aus Gründen ein Ziel verfolgt, von denen er weiß, daß sie besser nicht bekannt werden sollen, weil das der Erreichung dieses Ziels abträglich wäre, der schiebt einfach andere, anerkannt „edlere“ Gründe vor und attackiert jeden, der im Namen des „edleren Grundes“ nicht mitmachen will. Das ist eine uralte linke Strategie bei allem. Wir haben das beim Feminismus bereits gesehen. Solange die argumentative Generallinie geglaubt wurde, daß es dabei um die Befreiung aller Frauen von was auch immer und ihre Selbstverwirklichung ginge, konnte die staatlich geförderte Familienzerstörung vermittels der Heranziehung vormaliger Mütter zur Erwirtschaftung von Steuergeldern samt der  Marginalisierung des familienschützenden Patriarchen mit Volkes Wohlwollen durchgezogen werden. „Gerechtigkeit“ zieht immer.

Nachdem die Strategie mit der flächendeckenden Zerschlagung des Grundvertrauens zwischen den Geschlechtern erfolgreich gewesen ist, spielen die Gründe, die dafür angeführt worden waren, heute keine Rolle mehr. Die weitgehende Zerschlagung der Familie als Keimzelle der Gesellschaft und die darauf folgende Vereinzelung in der „Befreitheit“, ist der zentrale Grund dafür, daß es keine autonomen Sozialverbände mehr gibt, die sich den Horden entgegenstellen würden, welche mit „Befreiung der Frau aus überkommenen Zwängen“ aber sowas von überhaupt nichts am Hut haben.

Das war das eigentliche Ziel hinter der ganzen Feminismusgeschichte: Die Zerschlagung privatautonomer Widerstandskraft gegen einen allmächtigen Staat, der von Ideologen beherrscht wird, die genau wissen, daß sie niemals eine Mehrheit zur Verwirklichung ihrer langfristigen Ziele hinter sich hätten versammeln können, wenn sie von Anfang an gesagt hätten, worum es ihnen tatsächlich geht. Nicht, daß es nicht einige doch gesagt hätten. Die meisten Deutschen dürften jedoch die Frankfurter Schule noch heute für ein Schulgebäude in Frankfurt halten, ohne daß es sie interessiert, ob ihr eingebildetes Schulgebäude in Frankfurt am Main oder in Frankfurt an der Oder stand. Als Instrument hat der Feminismus seine Schuldigkeit getan. Er kann jetzt entsorgt werden und er wird ganz offensichtlich entsorgt. Das heutige Gejammer einer Alice Schwarzer angesichts des Imports „frauenfeindicher Kulturfremder“ interessiert in der Regierung keinen mehr. Das tatsächliche Ziel, die Schwächung der staatsunabhängigen Autonomie von Familien mitsamt der je individuellen Sozialisation, die dort hätte stattfinden müssen, ist erreicht worden – und in der Folge kann nun auch das Land geflutet werden mit Individuen, denen jeder feministische Gedanke völlig fremd ist. Die naive Frau Schwarzer hat ihre Schuldigkeit getan. Ein unbewaffnetes Volk, das sich in Millionen von „befreiten Individuen“ aufgelöst hat, verliert selbstredend auch seine kollektive, staatsunabhängige Widerstandskraft.

Die Lektion, die wieder einmal nicht gelernt worden war, ist also die folgende: Du sollst als freier Mensch kein staatsgläubiger, staatsabhängiger Depp werden. Und weil diese Lektion nach Hitler zum ersten Mal -und nach der DDR schon wieder nicht gelernt worden ist, kann nun auch die nächste Sau zur Schleifung individueller Widerstandskraft durchs Dorf getrieben werden: Die flächendeckende Elektrifizierung des Individualverkehrs. Wer der Elektromobilität das Wort redet, gibt unausgesprochen zu, daß ihm seine Privatautonomie entweder nicht viel wert ist, oder daß er nicht besonders vorausschauend denken kann. In einem vollelektrifizierten Volk gibt es keine wirksamere Möglichkeit, den Widerstand zu brechen, als ihm den Strom abzustellen. Das ist bei der Kommunikation bereits möglich und bei der indivuellen Bewegungsfreiheit würde es möglich werden, sollten noch Wege gefunden werden, wie das Vorhaben tatsächlich realisiert werden kann.

Die Lösung: Dezentralisierung von allem, eigene Gärten zur Versorgung mit Nahrungsmitteln im Krisenfall, Bewaffnung zur Verteidigung der Gärten, bedingungsloses Einstehen für die Durchsetzung des Subsidiaritätsprinzips auf allen Ebenen, Steuervermeidung so gut es geht. Es gilt, dem Volksvertreter wieder den Platz anzuweisen, der ihm zusteht: Unter dem Souverän, nicht über ihm. Für die Elektromobilität begeistern sich bloß unverbesserliche Staatsfetischisten.

Quelle : http://www.journalistenwatch.com/2017/07/29/elektro-mobilitaet-ein-volk-laesst-sich-veraeppeln/